Rezension zu "Alone with you in the ether"


 Allgemeines

Titel: Alone with you in the ether
Autor: Olivie Blake
Verlag: Tor
Seitenzahl: 288 Seiten
Preis: 13,59 Euro / Englisches Taschenbuch
Bisher keine deutsche Übersetzung verfügbar

Klappentext

Chicago, sometime. Two people meet in the armory of the Art Institute by chance. Prior to their encounter, he is a doctoral student who manages his destructive thoughts with compulsive calculations about time travel; she is a bipolar counterfeit artist undergoing court-ordered psychotherapy. After their meeting, those things do not change.

Everything else, however, is slightly different.

Both obsessive, eccentric personalities, Aldo Damiani and Charlotte Regan struggle to be without each other from the moment they meet. The truth - that he is a clinically depressed, anti-social theoretician and she is a manipulative liar with a history of self-sabotage - means the deeper they fall in love, the more troubling their reliance on each other becomes.

Alone With You in the Ether by Olivie Blake is a glimpse into the nature of love, what it means to be unwell, and how to face the fractures of yourself and still love as if you're not broken.

Meine Meinung zum Inhalt

Olivie Blakes andere Reihe "The Atlas Six" ist letztes Jahr für mich zu einem absoluten Jahreshighlight geworden. Erfrischend, mystisch und extravagant war es gewesen. 
Mit ähnlicher Erwartung habe ich auch zu diesem Buch gegriffen, gespannt, welches Meisterwerk sich hier Olivie Blake wieder ausgedacht hat. 

Doch es kam anders als gedacht. Bei ungefähr 45% konnte ich nicht mehr und musste das Buch leider abbrechen, da es für mich nur Zeitverschwendung wäre.

Ich dachte, es wäre eine Liebesgeschichte, auf neue und andere Art, wo die Protagonisten zusammen ihre psychischen Probleme bewältigen oder sich gemeinsam unterstützen. 
Die beiden waren auch ziemlich anders, als man typisch vielleicht liest, allerdings haben sie mich schlussendlich kein bisschen interessiert - und unsympathisch waren sie dazu auch.
 Und holy, Protagonistin Reagan hatte wirkliche Probleme. Sie hat gegen Ende beschlossen, dass sie ihre Medikamente nicht braucht. Kurz darauf hat sie sich vorgestellt, dass ihre ganze Familie und Loveinterest Aldo umbringt und mit seinem Blut ein Kunstwerk erschafft (sie ist Künstlerin). In meinen Augen ein drastischer Fehler und eine falsches Aufzeigen, dass man Medikamente einfach so absetzen sollte.

Aber am schlimmsten war, dass mich die Geschichte nicht von sich gepackt hat und es sich gezogen und gezogen und gezogen hat.. Reagan und Aldo lernen sich kennen, beschließen, sechs Konversationen zu haben und danach wieder getrennte Wege zu gehen. Die große Geschichte sind deren Konversationen und wie sie sich Stück für Stück kennenlernen. 
Aldo erforscht als Hobby Zeit und Quantenmechanik und lässt einiges in seine Gedanken dazu einfließen.. In TAS spielen diese Themen ebenso eine Rolle, allerdings werden sie auf so viel bessere Weise vermittelt! 
Außerdem gibt es regelmäßig Metaphern zu Bienen, Hexagone und anderen skurrilen Themen, die am Ende keinerlei Bedeutung hatten - zumindest hat es sich mir nicht erschlossen.
So springend das alles klingt, so passiert es auch. Es gibt keinen Plot und das Buch wird nur von den Charakteren gesteuert, deren Entwicklung nicht wirklich positiv verläuft.

Ich habe die Seiten noch bis zum Ende überflogen, ob ich irgendetwas Bedeutendes noch verpasse, aber die Antwort wäre ein "Nein". Später gibt es z.B. auch keinerlei Anzeigen von wörtlicher Rede, was den ganzen Aufbau der Geschichte noch anstrengender macht. 
Und das Ende selbst war die größte Enttäuschung. Ich weiß bis zum Ende nicht, ob sich Aldo und Reagan lieben - oder überhaupt mögen! 
Für mich hat sich deren Aufeinandertreffen kein bisschen gelohnt und in meinen Augen wäre es sogar besser gewesen, wenn sie sich nie getroffen hätten (dann hätte Reagan auch noch ihre Medikamente und es wäre nicht so toxisch verlaufen).

Leider von meiner Seite keine Empfehlung. Ich hoffe, dass ein wiederum anderes Buch von Olivie Blake mir wieder mehr zusagt.
Gut fand ich dennoch, welche persönliche Note die Autorin in die Geschichte einfließen hat lassen.

Falls ihr keine Fans von TAS geworden seid, würde euch ja vielleicht dieses Buch hier gefallen, da es komplett anders ist. 

Fazit

Leider ein langweiliges, sich ziehendes Buch mit nicht nachvollziehbaren Metaphern und uninteressanten und unsympathischen Charakteren.
Mir hat es so sehr nicht zugesagt, dass ich es am Ende abgebrochen habe.
0/5 Sterne.


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